Dieser Weg führt vom Clodwigplatz zum Ebertplatz. Die Straßen Severinsstr., Hohe Str. und Eigelstein folgen noch heute der römischen Handelsstraße, die parallel zum Rhein verlief. Atmosphärisch gehen wir vom gemütlichen kölschen Severinsviertel (Vringsveedel) über die Kommerzmeile Hohe Str. (Fußgängerzone) ins multikulturelle Zentrum (Eigelstein-Viertel).

Wir machen unterwegs Abstecher zu den Kirchen Maria im Capitol, St. Andreas und St. Ursula. Und auch sonst gibt es einiges Interessantes zu sehen.

Weg: 4 Start: Clodwigplatz Ende: Ebertplatz Länge: 4,5 km
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Die Severinstorburg

Die Severinstorburg

Dieser Spaziergang startet am Clodwigplatz in der kölner Südstadt und endet am Ebertplatz im Norden der Innenstadt. Er geht also einmal quer durch die Innenstadt. Dabei passieren wir erst das Severinsviertel, so etwas wie der Prototyp des kölschen Veedels, dann die Hohe Str., die kölner Fußgängerzone, und kommen schließlich ins Eigelsteinviertel, dem Multikulti-Zentrum.

Der Weg ist bis auf eine kleine Stelle am Dom leicht zu finden, da es immer geradeaus geht. Ich schlage aber hier und da ein paar Haken, weil es in der Nähe interessante Sachen zu sehen gibt.

Wie gesagt: Startpunkt ist der Clodwigplatz. Mit dem Ring und der Bonnerstr. im Rücken gehen wir durch das Severinstor die Severinsstr. stadteinwärts.

Schon kurz hinter dem Tor steht links das Haus Balchem mit einer schönen Barockfassade. Heute ist dort ein Teil der Stadtbücherei untergebracht.

Haus Balchem

Haus Balchem

Ein Stück weiter kommen wir auf den Severinskirchplatz und zur Severinskirche.

 

Severinskirche

Severinskirche

Die Kirche ist wie alle romanischen Kirchen in Köln auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn sie weitgehend gotisiert wurde. Wenn man Glück hat, kann man auch die Krypta und die dort gelegenen römischen Ausgrabungen besichtigen. Normalerweise muss man sich dafür aber anmelden.

Severinskirche, Innenraum

Severinskirche, Innenraum

Wir folgen weiter der Severinsstr. bis zur Straße An St. Katharinen. Hier können wir links einen kurzen Abstecher zum Narrenschiff-Brunnen machen (ca. 30 m).

Narrenschiff-Brunnen

Narrenschiff-Brunnen

Der Brunnen stellt alle möglichen karnevalistischen Figuren dar, deren Körperteile wie bei Gliederpuppen bewegt werden können.

Weiter auf der Severinsstr. passieren wir bald die Unfallstelle, an der das kölner Stadtarchiv in die U-Bahn-Baustelle gestürzt ist.

Unfallstelle Kölner Stadtarchiv

Unfallstelle Kölner Stadtarchiv

Noch wird an der U-Bahn gebaut und die Unfallursache gesucht. Hier klafft also ein riesiges Loch…

Ein Stückchen weiter steht die romanische Kirche St. Georg.

St. Georg, Westchor außen

St. Georg, Westchor außen

Wie immer bei den romanischen Kirchen Kölns: ein Besuch lohnt sich.

St. Georg, Vorhalle innen

St. Georg, Vorhalle innen

Wir folgen der Straße, die hier den Namen erst zu Waidmarkt und dann zu Hohe Pforte wechselt, weiter geradeaus. Die Gegend wird hier etwas gesichtslos… Aber nach kurzer Strecke machen wir einen weiteren Abstecher zu einem echten Highlight: St. Maria im Kapitol.

Wir biegen an der Stephanstr. rechts ab und nehmen die nächste Straße nach links (Casinostr.). Hier liegt etwas versteckt am Ende der Straße rechts der Eingang zu St. Maria im Kapitol.

St. Maria im Kapitol, Eingang

St. Maria im Kapitol, Eingang

Man geht erst durch diesen Durchgang trifft auf einen ehemaligen Kreuzgang und kommt über eine kurze Treppe in die Kirche.

St. Maria im Kapitol, Innenraum

St. Maria im Kapitol, Innenraum

Die Kirche ist gemessen am Eingang unerwartet groß. Insbesondere der Chorraum hinter dem Lettner ist absolut sehenswert.

Wir verlassen die Kirche und gehen die Casinostr. nach links zurück. An der Stephanstr. biegen wir links ab. Am Ende der Straße (am Wendehammer) befindet sich links eine kleine Pforte. Wir gehen hindurch und stehen auf dem Lichthof vor dem gewaltigen Chor der Kirche.

St. Maria im Kapitol, Pfarrhaus

St. Maria im Kapitol, Pfarrhaus

St. Maria im Kapitol, Chor außen

St. Maria im Kapitol, Chor außen

Wir gehen durch den Lichthof bis zur Pipinstr., der großen Verkehrsader, die zur Deutzer Brücke führt. Wir folgen der Straße nach links bis zur Fußgängerampel an der Hohen Pforte. Hier biegen wir rechts ab und setzen unseren Weg durch die Innenstadt über die Hohe Str. fort.

Hohe Straße

Hohe Straße

Wir folgen der Hohen Str. bis kurz vor dem Wallraf-Platz rechts eine Passage abgeht. Hier gehen wir rechts und stehen am anderen Ende der Passage auf der Terrasse des Brauhauses Früh.

Passage am Heinzelmännchenbrunnen

Passage am Heinzelmännchenbrunnen

Auf dem Platz. der sich hier bildet, steht der Heinzelmännchen-Brunnen. Er illustriert die Sage der Heinzelmännchen.

Heinzelmännchenbrunnen

Heinzelmännchenbrunnen

Wir gehen über den Roncalliplatz zum Dom und vor dem Dom links. Jetzt könnte man natürlich noch einen Abstecher in den Dom machen oder eine Turmbesteigung zwischenschieben.

Dom, Roncalliplatz

Dom, Roncalliplatz

Gegenüber dem Hauptportal des Domes am Fuß der Treppe, die von der Domplatte auf Straßenniveau führt, befindet sich der Taubenbrunnen. Ich finde, dass er im Schatten des Domes viel zu wenig Beachtung findet…

Taubenbrunnen am Dom

Taubenbrunnen am Dom

An dieser Stelle verlassen wir die große Einkaufszone Kölns und machen einen  kurzen Abstecher zu St. Andreas. Wenn Sie am Taubenbrunnen stehen, den Blick Richtung Dom, wenden Sie sich nach links und überqueren die Kommödienstr. an der Fußgängerampel. Wir folgen der Kommödienstr. kurz nach links, bis wir rechts neben der Deutschen Bank auf einen kleinen Platz abbiegen können.

St. Andreas, Hauptportal

St. Andreas, Hauptportal

St. Andreas, Innenraum

St. Andreas, Innenraum

Wenn wir die Kirche verlassen, gehen wir rechts halb um sie herum und biegen am Chor links ab. Am Ende des Fußgängerbereiches gehen wir rechts bis zum Kreisverkehr und dort links in die Marzellenstr.

Direkt am Anfang stoßen wir auf der rechten Seite auf die Kirche St. Mariä Himmerfahrt. Sie ist eine der wenigen barocken Kirchen in Köln. Normalerweise kann man im Innenraum nur einen Vorplatz betreten, von dem man ins Kirchenschiff schauen kann.

St. Maria Himmelfahrt

St. Maria Himmelfahrt

St. Mariä Himmelfahrt, Innenraum

St. Mariä Himmelfahrt, Innenraum

Wir folgen weiter der Marzellestr. und biegen an der Bahnunterführung links ab auf die Straße Ursulaplatz zu einem kurzen Ausflug zu St. Ursula.

St. Ursula, Hauptportal

St. Ursula, Hauptportal

Diese romanische Kirche ist bekannt für ihre goldene Kammer, einem Ossarium. Auf diese Kammer nimmt der Name des Brauhauses und der Kölschsorte am Hauptportal der Kirche Bezug: Schreckenskammer.

Wir gehen zurück zur Marzellestr. und folgen ihr durch die Bahnunterführung. Hier wechselt nicht nur die Straße ihren Namen zu Eigelstein. Die ganze Atmosphäre verändert sich. Wir sind im Eigelsteinviertel. Ein echtes Multikulti-Veedel…

Die Geschäfte hier sind im wesentlichen türkischer Provenienz. Das ganze ist aber auch durchmischt mit alternativen, deutschen Lebenstilen.

Eigelstein

Eigelstein

Wir folgen der Straße bis zum Eigensteintor. Hier endet der Spaziergang auf einem hübschen Platz mit sehr viel Gastonomie. Im Sommer kann man hier sehr schön einkehren und sich die vielen Eindrücke noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

Eigelsteintor

Eigelsteintor